Veränderungen

Abhängig von Gott in jeder Lebenslage

Vor kurzem habe ich mit einer Person geredet, bei der sich gerade viel verändert. Sie meinte, ihre Stimmung wechselt zwischen Panik, Apathie und Vertrauen. Das kann ich gut nachvollziehen. Ich bin umgeben von Umzugskartons, Sachen, die noch weg müssen und Dingen, die mit auf die Reise kommen.

Manchmal ergreift mich die Panik: wie soll ich das alles schaffen? In manchen Momenten bin ich apathisch und denke, es ist eh nicht mehr zu schaffen. Und immer wieder versuche ich, mich daran zu erinnern, dass Gott alles in der Hand hat. Ich habe die Kontrolle schon vor langem abgegeben. Trotzdem denke ich manchmal, dass ich allein etwas leisten kann. Ist es nicht so, dass wir ohne Gott nichts tun können?

In der Vorbereitungszeit auf meinen Einsatz in Afrika lese ich das Buch, das im Stadtlicht für die Fastenzeit vorgeschlagen wurde: „Gott vertrauen in Wüstenzeiten“ von Ted Wueste. Darin schreibt der Autor, dass wir alles haben, um in Abhängigkeit von Gott zu leben und das auch tun sollen. Wenn wir unabhängig von Gott sein wollen, wenden wir uns vom Guten ab.

Wie sieht diese Abhängigkeit bei inneren Veränderungen aus?

Zugegeben, innere Veränderung passiert nicht so schnell wie äußere. Auch wenn es ein langer Prozess ist, den Job, die Wohnung, die Stadt und das Land zu wechseln, scheinen die Veränderungen doch machbar. In der Beziehung zu Gott und in Beziehung zu anderen Menschen brauche ich gefühlt noch mehr Mut und Geduld.

Es ist tröstlich, dass Gott genug Geduld mit mir hat. In dem Buch schreibt der Autor, dass Stille notwendig ist, um menschliche Beziehungen in Fülle leben zu können. Dann erkenne ich:

  • Erlebe ich die Beziehung mit einer anderen Person als gute Verbundenheit oder als ungesunde Abhängigkeit?
  • Verlange ich Dinge von einer Person, weil ich einsam oder enttäuscht bin?

Mir persönlich hilft diese Erkenntnis, um mich neu auszurichten und von Gott füllen zu lassen. Dann können meine Beziehungen zu anderen Menschen aus der Beziehung zu Gott herausfließen. Ich möchte Gott vertrauen, auch in Umbrüchen, bei inneren und äußeren Veränderungen und in Wüstenzeiten. Er enttäuscht mich nicht.
Er ist in jeder Lebenslage da. Und er ist der Grund meiner Freude.

Noch trägt der Feigenbaum keine Blüten,
und der Weinstock bringt keinen Ertrag,
noch kann man keine Oliven ernten,
und auf unseren Feldern wächst kein Getreide;
noch fehlen Schafe und Ziegen auf den Weiden,
und auch die Viehställe stehen leer.
Und doch will ich jubeln, weil Gott mich rettet,
der HERR selbst ist der Grund meiner Freude!

(Habakuk 3, 17-19, HfA)

Debora